Liebe Leser!

Ein bereits im März 2016 verfasster Beitrag der jedoch immer noch Gültigkeit hat. Der Beitrag war damals in der allerersten Ausgabe des Heilungsblatts (dem ehemaligen Magazin der Energetiker Plattform) hatte ich bei meinem Vorwort ein Bild von einer grünen Raupe. Nun teile ich eine bereichernde Erkenntnis und Spiegelung der Natur mit dir. Einige Monate zuvor erhielt ich eine Botschaft, mit welcher ich mich eine Weile beschäftigte und Informationen von verschiedenen Quellen sammelte. Ein Teil der Informationen welche in meinen Beitrag einfließen stammen aus Unterlagen des Biologiefaches, sowie die Erkenntnisse der Biologin Norie Huddle, die über einen langen Zeitraum hinweg die Entwicklung von Schmetterlingen beobachtete und die Arbeiten des Soziologen und Umweltaktivisten Niconar Perlas, meine Wahrnehmungen bestätigen bzw. ergänzen. 

Eine Raupe entsteht…

Die meisten Schmetterlingsarten legen ihre Eier nach der Befruchtung einzeln auf Blättern, meist auf der Blattunterseite ab. Im Ei entwickelt sich ein Embryo, in diesem sind bereits die Anlagen oder auch Knospen des fertigen Schmetterlings angelegt und doch sieht das Ei nicht danach aus. Auch Pflanzen sind dafür ein wunderbares Beispiel, die ersten Pflanzenteile welche aus dem Samen entspringen, sehen bei vielen Pflanzen anfangs gleich aus – ein zarter Stiel und zwei kleine runde Blätter entstehen zuerst. Erst mit dem Wachstum formen sich die Pflanzen je nach Art auf ihre eigene Weise, die Informationen darüber was sie werden sind schon im Samen angelegt. Ist die Raupe reif durchbeißt sie die Eiwand und schlüpft aus dem Ei, um von nun an stets damit beschäftigt zu sein zu fressen und zu wachsen. Im Laufe ihres Raupenlebens häutet sich die Larve etwa vier bis fünf mal, sobald ihr die jeweilige Haut zu eng ist, reißt diese an einer vorgesehenen Stelle auf, ist die alte Haut ab, so dehnt sie sich bis zur nächsten Größe aus.   

In ihrer endgültigen Größe angelangt, beginnt sie mit ihrer Verpuppung…

Raupen haben in ihrem Mundbereich Speicheldrüsen mit denen sie Seidenfäden erzeugen können, diese nutzen sie um sich an Pflanzen festzuhalten, sich bei Gefahr abzuseilen und auch um sich ihren Kokon zu spinnen. In ihrer endgültigen Größe beginnt sie mit der Verpuppung, je nach Art gräbt sie sich dazu in den Boden ein, hängt sich kopfüber auf oder befestigt sich mit einer Art Gürtel aus ihren Spinnfäden aufrecht an einem Zweig. Mittels der umgewandelten Speicheldrüsen spinnt sie sich ihren Kokon aus Seidenfäden, ist sie mit dem einspinnen fertig, so verharrt sie die nächste Zeit völlig bewegungslos, es sei denn sie wird in ihrem Verwandlungsprozess gestört, dann beginnt sie herumzuzappeln, dies ist ein in ihrem System angelegter Schutzmechanismus um nicht von noch nicht verpuppten Artgenossen angeknabbert zu werden.   

Was hat das mit Energiearbeit und Heilung zu tun?

Warum nun erzähle ich dir etwas, was wir ja einst bereits im Biologieunterricht gehört haben und was hat das mit Energiearbeit und Heilung zu tun? Erstens warum nicht, du entscheidest ja selbst ob du es liest und zweitens sind bei dem Prozess der Entpuppung aus meiner Wahrnehmung Parallelen zum Entwicklungsprozess der Menschheit zu erkennen. Die genauere Betrachtung des Vorgangs der Entpuppung ist für mich kraftspendend und beruhigend…körperlich durchgemachte Prozesse, Rückschläge des Alltags, Hindernisse und Widerstände, meine eigenen und die, die mir auf meinem Weg begegneten, sind für mich leichter anzunehmen. Natürlich ist mein Text, wie der Großteil meiner Werke entsprechend programmiert und energetisiert, das bedeutet dass dieser in ihrem Energiesystem zu ihrem wohl arbeitet und somit geschieht auch Heilung.   

Die Metamorphose setzt ein – die Verwandlung beginnt…

Während der Verpuppung die als Metamorphose bezeichnet wird, was aus dem griechischen metamórphosis stammt und Verwandlung, Umgestaltung, Umwandlung heißt, findet ein fast vollständiger körperlicher Umbau statt. Von Außen betrachtet wirkt dieser Prozess ruhig und unspektakulär, von Innen betrachtet ist es für die Puppe jedoch ein immenser Kraftakt und ein spektakuläres Wunder der Natur… Die larvalen Organe werden abgestoßen und die der Adultorgane zur Funktionsfähigkeit entwickelt. Bei der Metamorphose entsteht also ein vollkommen neues Lebewesen.   

Die bereits im Embryozustand angelegten Knospen entstehen…

Zur gleichen Zeit finden zwei wesentliche Prozesse im Inneren des Kokons statt, die Larve wird durch die eigenen Verdauungssäfte nahezu vollständig aufgelöst und stirbt, die zuvor im Larvenstadium keine Funktion habenden Histoblastenzellen, die jedoch in der Raupe bereits angelegt sind, bilden die Knospen für die nun neu entstehenden Organe. Die erdenkriechende Raupe hat mit dem fliegenden Schmetterling nicht viel gemeinsam, aus den bereits im Embryozustand vorgebildeten Knospen entstehen Flügel, Fühler und alles andere was der Schmetterling für sein Leben benötigt.   

Ein zauberhafter Stoff…

Nun zu dem für mich wahrlichen Wunder des Verwandlungsprozesses…ist ein bestimmter Punkt erreicht, bilden sich im Körper der Raupe, die in ihrem Kokon eingesponnen ist, neue Zellen die sogenannten Imagozellen. Diese Zellen schwingen in einer anderen, höheren Frequenz als der Raupenkörper selbst und werden dadurch vom Immunsystem der Raupe als fremdartig wahrgenommen, die Raupe versucht mit aller Kraft, diese für sie fremd erscheinenden Zellen abzustoßen, zu zerstören und das Alte, für das Tier vertraute System aufrecht zu erhalten, zu dieser Zeit hat die Raupe keine Ahnung davon was mit ihr geschieht, während die Imagozellen das Wissen, die Anlagen, die Imagination oder auch Vision des vollendeten Schmetterlings, welcher in der Zukunft entsteht bereits in sich tragen.   

Das Chaos beinhaltet die Potentiale für eine im Chaos verborgene Ordnung…

Im System der Raupe erscheint dieser Prozess als Chaos, die Puppe befindet sich im Widerstand mit den Imagozellen, es laufen parallel zwei Prozesse ab, zum einen löst sich das alte System auf, zum anderen entsteht ein vollkommen neues System im Inneren des Kokons. Die Raupe ist in aller Anstrengung dabei, die sie verwandelnden Imagozellen abzuwehren, wodurch diese jedoch resistenter und widerstandfähiger werden und das Raupensystem dabei hingegen schwächer wird. Zu schwach um gegen die fremdartigen Zellen anzukämpfen, überleben immer mehr Imagos die Abwehrangriffe des Raupenkörpers, ein erstaunlicher Vorgang beginnt… Die kleinen Imagozellen, die bis zu diesem Zeitpunkt eher einsam waren, beginnen sich zu verklumpen und bilden so kleine Gruppen, sie schwingen dabei auf einer ähnlichen Ebene und tauschen von Zelle zu Zelle untereinander Informationen aus… Nach einer Weile ballen sich die gebildeten Gruppen zusammen und erkennen erstmals dass sich aus ihnen etwas Neues entwickelt, etwas anderes als die Raupe die sie bisher waren.  Die alten Zellen, die nun bereit sind sich von den Imagozellen informieren zu lassen, bilden mit den neuen Imagozellen ein Netzwerk. Mit dem erstmaligen Erkennen der Identität tritt die eigentliche Geburtsstunde des Schmetterlings ein, die einzelnen Schmetterlingszellen beginnen nun ihre unterschiedlichen Aufgaben zu übernehmen, es gibt für jede Zelle etwas zu tun, jede hat ihre eigene Aufgabe und alle sind wichtig. Dabei tut jede Zelle das wozu sie bestimmt ist, wozu sie sich am meisten hingezogen fühlt und jede andere Zelle ermutigt sie dazu – gerade das zu tun.   

In der Gegenwart werden die Samen der Zukunft gesät… In der Gegenwart stellen wir die Weichen für die Zukunft…

Aus meiner Wahrnehmung sind Menschen die offen sind für neue Möglichkeiten, dabei wach sind und die Samen einer friedvollen Zukunft in sich tragen, mit den Imagozellen zu vergleichen… Vielleicht stoßen gerade diese Art Menschen vermehrt auf Widerstände, erfahren Herausforderungen und manchmal auch Rückschläge und doch sind gerade die Menschen, welche in ihrem Dasein etwas bewegen und bewirken, in ihrem Willen und Wissen unbeirrbar… Das Zusammenfinden in Gruppen, Bewegungen, das Vernetzen und der entstehenden Kraft des Miteinanders, in denen sich Individuen gegenseitig dabei unterstützen die eigenen Fähigkeiten und Stärken zu verwirklichen, ist eine der vielfältigen Möglichkeiten die Zukunft der Menschheit mitzugestalten. In der Gegenwart haben wir die Möglichkeit, Altes das ausgedient hat zu verabschieden und dabei Neues entstehen zu lassen, denn in der Gegenwart liegt auch der Schlüssel zur Zukunft, indem wir bewusst das Leben wählen für das wir berufen sind…das für uns bestimmt ist – das wir gerne leben und vor allem lieben.  Sollten sie sich in der Welt manchmal fremd, unverstanden oder wie ein Alien fühlen…von Mitmenschen aufgrund ihrer Art und Weise zu leben verurteilt oder kritisiert werden, so erinnerst du dich womöglich an die Aufgabe der Imagozellen und wirst so wie die Zellen durch Rückschläge immun dagegen und wächst daran…denn vielleicht ist es ja einfach ein Zeichen dafür, dass du mit deinem Dasein etwas bewirkst und mit dem Weg den du gehst Pionierarbeit leistest. Ich bin davon überzeugt, dass einzelne Menschen welche ihren eigenen Weg gehen, ihr Leben bewusst zu ihrem Wohle gestalten und machen was sie lieben, einen wesentlichen Teil zur Entwicklung der Menschheit und Erde beitragen…  Es kann auch interessant sein dich zu fragen in welcher Phase der Metamorphose du dich in unterschiedlichen Situationen gerade befindest oder aber auch in welchen Bereichen des Lebens du ein Schmetterling bist und in welchen du eher noch die Raupe lebst. Sich zu erinnern welche Lernthemen einem dabei unterstützt haben, sich durch gemachte Erfahrungen zu entpuppen. Dabei anderen Menschen wertfrei zu begegnen, auch wenn uns manche Verhaltensweisen missfallen mögen, denn einst war man vielleicht selbst bei verschiedenen Themen eine Raupe und hat sich erst durch gemachte Erfahrungen zum Schmetterling entwickelt…es gibt Tage an denen es nicht gleich gelingen mag Herausforderungen mit Leichtigkeit zu bewältigen und es gibt Tage an denen es ganz leicht gelingt, sich wie der Schmetterling in die grenzenlosen Weiten zu erheben und dann wieder die Nähe und Sicherheit der tragenden Erde unter den zarten Schmetterlingsbeinen zu spüren…zum Abschluss meines Beitrags folgt nun eine kurze Schmetterlingsgeschichte.   

Eine Raupengeschichte zur Auferstehung

Eine kleine Raupengeschichte von Viktor Janke, die wundervoll darstellt wie bereichernd es ist, um die eigenen Fähigkeiten zu wissen und sich dabei nicht von anderen beirren zu lassen.  Es war einmal – so beginnt meine kleine Geschichte – eine Raupe, die mit vielen anderen auf einer großen Wiese zu einer Konferenz geladen war. Auf dieser Konferenz wurden von verschiedenen bedeutenden Raupen einige bedeutende Vorträge gehalten, z.B. über die rechte Ernährungsweise, über die günstigste Art der Fortbewegung und ähnliche Themen, wie sie eben für das Gehirn einer Raupe interessant und wichtig sind.  Plötzlich stand meine kleine Raupe auf und ergriff das Wort, ein wenig schüchtern, aber unbeirrbar in dem, was sie sagen wollte.

„Schwestern“, sagte sie, „ich sage euch ein großes Geheimnis. Ich werde fliegen, ich weiß es ganz bestimmt, mit zwei seidenen Flügeln, direkt der Sonne zu…!“

Es wurde ganz still in der Runde nach diesen Worten. Die ganze Versammlung war erstarrt und alle ehrenwerten Raupen sträubten die Haare über diese Torheit und Vermessenheit. Die Klügsten unten den Versammelten meinten, die arme Raupe sei nicht ganz richtig im Kopf und man bringe sie am besten in ein Sanatorium. Andere meinten, man müsse sie auf der Stelle einsperren, weil ein solcher Wahn für die öffentliche Ruhe des Raupenstaates geradezu gefährlich sei.  Die meisten aber kümmerten sich nicht weiter um diesen verrückten Einfall der kleinen Raupe und krochen eiligst dem nächsten Kohlkopf zu. Als aber der Frühling kam, spannte meine Raupe ihre seidenen Flügel aus und flog der Sonne zu. Es zeigte sich: Sie war die einzige, die um das wirkliche Geheimnis ihres Daseins, ihrer Zukunft wusste. Geschichte von Viktor Janke – Quelle www.lgvgh.de 

Mögen wir Seidenfäden spinnen – die aus unseren Visionen unsere Welten bereichern ! 

Alles Liebe & Einigkeit, Patrizia Schimpl