Liebe Leser! 

Immer noch befinden wir uns inmitten des Wandels unserer Welt, der auf die Wende, die bereits vor längerer Zeit eingeläutet wurde, folgte. Was klarerweise in jüngster Zeit mit einer Vielzahl an Veränderungen für uns alle einherging und dieser Wandel wird noch eine ganze Weile andauern… Diese Veränderungen werden aus meiner Wahrnehmung und nicht nur aus meiner, im Jahre 2019 nicht weniger sondern eher mehr. Manche Menschen sind besonders veränderungsresistent und benötigen eine gewisse Motivation, um diese als doch bereichern anzusehen. Für all diejenigen die mit Veränderungen noch schwerfällig umgehen oder auch im Widerstand damit sind, ist es also jetzt höchste Eisenbahn sich damit anzufreunden…sollte dies jemandem gar nicht gelingen wollen, so können diese ja vorübergehend ein anderes Wort dafür finden, das diese persönlich leichter annehmen können ;-), wie Verbesserung, Innovation, Bewegung, Wandel usw. 

Im Jahr 2019 wird es wohl nicht mehr so viele Wahlmöglichkeiten geben, vor allem nicht für diejenigen die sich dazu entscheiden mitzugehen, also sich weiterzuentwickeln und das Erwachen aktiv mitzuerleben. Ausschlaggebend dafür ist dass es in diesem Jahr in vielen Bereichen nur noch zwei Wege zu geben scheint, den Weg der Liebe und den Weg der Angst.
Immer wieder und in jedem noch so kleinen Detail sind wir dazu aufgefordert uns achtsam und mit Bedacht zu entscheiden. Empfehlenswert ist es auch sich allgemein immer wieder aufs Neue für den Weg der Liebe zu entscheiden. Alleine das setzt bereits das in Bewegung was bedeutsam ist um sich in die für einen selbst optimale Richtung zu
entwickeln.  

Für jeden Einzelnen kann es von Bedeutung sein sich selbst nochmals bewusst zu entscheiden. Im Sinne dessen ob du dich für dich selbst oder gegen dich entscheidest?! So schräg das klingt da ein jeder sofort denken mag, eh klar entscheide ich mich für mich selbst, dennoch tun es die wenigsten in vollem Ausmaß, da dies nicht immer nur angenehm und schon gar nicht bequem ist.
Entscheidest du dich also für ein Leben hier auf diesem Planeten, somit auch für die Heilung und dein Handeln im Sinne des großen Ganzen? Durch die Hingabe und Demut an uns selbst ist es einfacher mit Bedacht die geschehenden Veränderungen zu verwirklichen. Sich voll und ganz einzulassen auf den Prozess des Erwachens und unser wahres Sein in der Jetzigen Zeit, dem Erwachen der Menschheit. Es ist ein Geschenk das wir uns selbst mit der Inkarnation in dieses Leben geschenkt haben, dass es auch zu betrachten, zu umarmen und zu lieben & leben gilt.

Gerade zum Ende des Alten und zum Beginn des neuen Jahres sprachen wir wieder mehr als sonst über die Altlasten, die wir nicht mehr in unserem Leben haben möchten, und zugleich über das Neue und davon was wir in unserem Leben wollen. Dennoch ist es aus meiner Sicht immer wichtig das Alte und das Neue nicht ganz voneinander zu trennen, gar nur im Alten zu verharren, jedoch auch nicht nur im Neuen zu sein zu wollen. Also auch vergleichbar damit, immer wieder in der Vergangenheit zu wühlen oder das Glück in der wenn-ich-erst-einmal-Zukunft zu suchen…denn nur im Alten zu sein würde Stillstand bedeuten, es gibt darin kaum Chancen oder Möglichkeiten für Entwicklung und Wachstum. Nur im Neuen zu sein kann zu Überforderung führen und sich anfühlen als hätte man den Boden unter den Füssen verloren. Im Hier und Jetzt sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eine Einheit die stärk, nährt und von Belastungen befreit. 

Man muss im positiven Sinne fatalistisch sein und
sich keine Sorgen über das nutzlose Verstreichen der Tage machen.
(Ernesto Che Guevara) 

In meinen Beobachtungen bemerkte ich in der letzten Zeit, dass manche Menschen mit den Übergängen, dem Vertrauen auf das was auf uns zukommt und den vielen Veränderungen teils noch überfordert sind, was zu Ohnmacht und Orientierungslosigkeit führen kann. Das Alte loszulassen und ganz im Neuen anzukommen ist herausfordernd und erfordert unsere volle Aufmerksamkeit. Bei manchen Menschen beobachtete ich dass es eben diese Situationen, ihr altes, bisheriges Leben dass nicht oder nicht mehr sinnerfüllt ist und daher keinen wirklichen Halt mehr gibt. Das Neue auf das sie zugehen, jedoch noch nicht greifbar ist und nur eine gewisse Vorahnung auf das neue Unbekannte ist, das jedoch noch zu wenig Substanz hat, um wirklichen Halt für das Leben zu geben.

Von daher ist es aus meiner Sicht von Bedeutung, eine Brücke, einen Pfad, einen Regenbogen oder was auch immer für eine Verbindung vom Alten zum Neuen zu haben. Kreiere dir dein eigenes Bild dazu welches dir in allen Situationen dienlich ist, in denen es darum geht sich vom Alten in das Neue zu bewegen. Bei manchen kann dies ein einzelner Schritt sein, bei anderen ein über einen Zaun klettern, bei wieder anderen ein Lösen von Fesseln, ein Sprung über eine Schlucht usw. Seie dir dabei dessen bewusst, dass es das Neue ohne das Alte nicht gäbe, wie es umgekehrt dass Alte ohne das Neue nicht gäbe. Wir nehmen uns aus dem Alten, der Vergangenheit ganz einfach das mit, was uns bereichert, was zu unserem Wohle ist und was ein Teil von uns ist und lassen die Altlasten los, die uns beschweren und von hier an nicht mehr dienlich sind. Das Alte, das ausgedient hat und dir sowieso nicht mehr entspricht, fällt weg und löst sich. Das, was zu dir gehört bleibt und das Neue entsteht in Leichtigkeit wie von selbst. Dadurch haben wir im Neuen die Substanzen die wir benötigen um es zum Erblühen zu bringen und wachsen zu lassen. 

Von all diesen Veränderungen sollten wir uns keinesfalls verunsichern oder schwächen lassen, denn sie sind ja nichts Schlimmes und tun meistens auch nicht weh, denn wäre es bereits in der Ordnung so hätte es sich ja gar nicht mehr zu verändern. Wir brauchen uns auch nicht zu sorgen um die Welt, unsere Mitmenschen oder um uns selbst. Sorgen führen meist zu nichts, außer zu Kummer, Betrübung, Verzwicktheit und/oder Anspannung. Viel eher dürfen wir uns der Fürsorge, dem fürsorglich sein anvertrauen, denn für uns selbst gut zu sorgen und fürsorglich zu sein, ist auch ein achtsamer Umgang mit unseren Mitmenschen und der Welt. Außerdem heißt es und dem stimme ich zu, dass es in der Welt in der wir leben immer so ist, dass wenn irgendwo ein Problem auftaucht, auch ein Mensch eine Idee bekommt, die dieses Problem zu lösen vermag. Und es gibt so unendlich viele geniale Menschen auf diesem Planeten, die in Bewegung sind, die gut da sind und ein Gespür für unsere Welt, die Entwicklung und unser Leben haben. 

du sagst das Leben ist schön
doch bist irritiert
über das was draußen passiert
(Max Prosa)

 

LOSLASSEN  

Die nötigen Veränderungen, die für einen jeden ganz individuell sind, führen in vielen Lebensbereichen auch zum Loslassen. Das Loslassen von etwas das nicht mehr dienlich ist, belastend ist oder nicht mehr von Bedeutung ist, ist zum richtigen Zeitpunkt ein Kinderspiel. Wie steht es jedoch damit etwas das wir lieben loszulassen, etwas das uns viel bedeutet loszulassen oder eben etwas was wir für uns selbst als wertvoll betrachten loszulassen?
Das ist die Herausforderung und ich, wie auch viele andere, kennen es aus eigener Erfahrung dass das was wir lieben und wir dennoch loszulassen haben, durch das Loslassen mit voller Wucht und manchmal doppelt so stark zurückkommt. Manchmal kann es sich dabei um eine Prüfung handeln in der es darum geht zu erkennen wo wir diesbezüglich stehen, manchmal kann es ein Zeichen dafür sein dass es nicht losgelassen werden muss, sondern die Belastungen die daran hängen loszulassen sind und manchmal ist es einfach so dass das Loslassen mehr Kraft erfordert als wir meinen zu haben, weil es eben in diesem Prozess genau so zu sein hat und wir davon letztendlich profitieren.
  

Gerade in einer solchen Situation wo es darum geht etwas das Sie lieben, das Ihnen wertvoll ist etc. loszulassen, kann Ihnen folgendes Szenario eine hilfreiche Unterstützung sein.
Stelle dir zwei Frauen vor zwischen denen ein Kind steht, beide Frauen behaupten es sei ihr Kind und beide Frauen zerren je an einem Arm des Kindes. Eine jede mit den Worten das ist meines und beide in voller Überzeugung es sei ihr Kind…
Was meinst du welche der beiden Frauen das Kind loslässt und damit aufhört an ihm zu zerren?
Ganz genau, die wahre Mutter lässt das Kind los, denn die wahre Mutter würde ihr Kind niemals absichtlich verletzen wollen, sondern immer nur das allerbeste für ihr eigenes Kind geben. Selbst wenn dies bedeuten würde, dass sie es dadurch verlieren könnte, so wäre ihr dies allemal lieber als das Kind durch willentliches Beharren in zwei Hälften zerreißen. Denn sie weiß in ihrem Inneren dass was wesentlich für sie ist, sowieso ganz von selbst, durch das Leben zu ihr kommt bzw. ihr bleibt.

Dies ist auch eine Metapher die für alles Mögliche stehen kann, von dem wir glauben es wäre das unsrige. Du kannst damit jedes beliebige Szenario durchspielen und dir selbst so das Loslassen erleichtern. Auch ist darin der Faktor enthalten, dass die Angst sich auflöst irgendjemand könnte uns etwas wegnehmen, denn das was im Wesentlichen das eigene ist, ist es sowieso und braucht keinen Kampf… Denn manchmal kann es passieren dass wir glauben es würde uns etwas fehlen, dass wir noch mehr bräuchten als wir schon haben oder auch dass wir den Blick auf das sogenannte größere Bild aus den Augen verlieren. Dabei ist es wirklich alles stets in uns selbst zu finden und es bedarf einfach unseren Fokus neu darauf auszurichten. Durch das leben oder erlangen/erlernen der Selbsthingabe und damit im absoluten Urvertrauen zu leben, alles bereits zu sein, kann auch das was sowieso kommen will, kommen oder das was sowieso sein will, sein.
    

Die Wende im Großen wurde bereits eingeläutet und der Wandel findet immerzu statt. Erlaube dir in deinem Leben die Bereiche von denen du merkst oder erkennst dass dir diese nicht mehr gut tun in Bewegung zu bringen. Läuten dir deine individuellen Wenden in den für dich notwendigen Lebensbereichen ein. Beginne dabei mit kleinen Veränderungen bzw. mit den Veränderungen von denen du weißt, dass es dabei für dich zu keiner Überforderung kommt und du diese alleine oder mit deinen Mitmenschen auch bewältigen kannst. Lasse die Veränderungen, die für dein persönliches Wohlbefinden unentbehrlich sind, zu deinem Wohle geschehen.  

Und wie es die Fantastischen Vier in einem ihrer Songs so schön sagen: „Du musst nicht dein Leben ändern – du musst dein Ändern leben!“ In diesem Sinne viel Kraft, Durchhalte- und Umsetzungsvermögen für alle Veränderungen die du in diesem brandneuen Jahr erleben wirst, brauchst und willst.   

In Liebe und mit einem langen Atem, Patrizia Schimpl 

Anschließend ein Lass Los Lied im wundervollen südtirolerdeutsch von Max von Milland.
Warnung, das Hören des Liedes kann zu Erkenntnissen und Freude am Loslassen führen :-).