Liebe Leser! 

Was bedeutet es, in der heutigen Zeit erwachsen zu sein? Der Duden, das schlaue Buch, sagt zu dem Wort erwachsen:
(aus etwas) allmählich hervorgehen, sich (heraus)bilden, entstehen sich entwickeln. 
 

Oft wird erwachsen sein mit Verpflichtungen, Normen und Vorschriften verbunden…wie hat man als erwachsener Mensch in der Gesellschaft zu sein ? Man sollte eine intakte Partnerschaft führen – heiraten wollen, Kinder bekommen, einem ordentlichen Beruf nachgehen und einen Bausparvertrag haben…dann ist man sozusagen erwachsen… oder nicht? 

 

„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will,
sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will“
(Jean-Jacques Rousseau)  

 

So stellte sich mir die Frage, was für mich erwachsen zu sein bedeutet. Für mich bedeutet es die Freiheit auch weiterhin sein inneres Kind leben zu dürfen und diese kindliche Leichtigkeit in dem Bewusstsein zu leben, dass man das Kind und der erwachsene Mensch sein darf, es nun jedoch keine Eltern, Verwandte, Lehrer oder sonstige Bezugspersonen mehr gibt, welche einem Vorschriften oder Regeln vorgeben, an die man sich zu halten hat.  

Dadurch gelangt man in die Eigenverantwortung/die Selbstverantwortung, da angelangt fällt im Glücksfall jegliche Fremdbestimmung weg, was bedeutet dass man die Freiheit hat, sich selbst zu leben. Dabei achtsam und wohlwollend mit sich, den Mitmenschen und dem Umfeld in Interaktionen ist. 

Hinzugehen und sein dürfen wo man will und das tun was für einen selbst richtig und wertvoll ist. Weder Freunde, Familie noch andere Personen, haben die Möglichkeit das Leben zu lenken, da man für sich selbst entscheidet wie man lebt. Was jedoch auch bedeutet dass man selbst die Konsequenzen des eigenen Handelns und/oder auch nicht Handels trägt, in dem Wissen dass man selbst sein Leben in den Händen hält und man selbstbestimmt das ureigene Leben führt…somit kann man jedoch auch niemand anderen dafür verantwortlich machen.   

 

„Nein keine Lehre konnte ein wahrhaft Suchender annehmen,
einer der wahrhaft finden wollte.
Der aber, der gefunden hat,
der konnte jede Lehre gutheißen,
jeden Weg, jedes Ziel,
ihn trennte nichts mehr von all den tausend anderen,
welche im Ewigen lebten, welche das göttliche atmeten“
(Hermann Hesse, Siddhartha) 

 

Man entscheidet also für sich selbst mit wem, wann und wie lange man Zeit verbringen möchte, worin man seine Energie investiert und was man dem Leben zu geben hat. Es ist für mich ein Geschenk mit den Menschen Zeit zu verbringen, welche ich liebe und gerne um mich habe, dabei immer in dem Wissen dass jeder einzelne Mensch für sich selbst verantwortlich ist und jeder Mensch ist was er ist und wie er ist.  

Man kann für sich zufrieden sein, wie man ist…ist man es nicht, so kann man immer nur sich selbst verändern, was ja wiederum Kreise zieht. Man verändert sich selbst und die eigene Welt, um glücklich zu sein, sowie andere sich und ihre Welt verändern können, um glücklich zu sein… 

 

 

In diesem Sinn habe den Mut deinen eigenen Weg zu gehen – so zu leben wie es für dich stimmig ist…
ganz unabhängig davon, ob es für andere „normal“ ist oder nicht.

Alles Liebe & Einigkeit, Patrizia Schimpl

Da ich das Vergnügen hatte, dieses Lied vergangenes Wochenende live zu erleben und 
es zum Thema passt, an dieser Stelle noch ein Tipp von mir. Renn! von Enno Bunger