Liebe Leser!  

Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre…wo wären wir dann? 

Das liebe Wörtchen wenn ist nur ein kleines Wort, betrachtet man es genauer hat es jedoch eine große Wirkung und ist gar nicht so klein wie es zu sein scheint…denn es hat eine wichtige Bedeutung für das Dasein im Hier und Jetzt.
Wenn hat unter anderem die Eigenschaft uns in die Vergangenheit, die Zukunft oder auch in äußere Umstände zu katapultieren und kann uns damit handlungsunfähiger machen als wir es in gewissen Situationen wären.
Es hat natürlich auch unterstützende Eigenschaften, doch ich weise in diesem Text auf diejenigen hin die uns vom Leben im Hier und Jetzt abhalten können.

So gerne verwenden wir das Wörtchen wenn, um unser Glück, unsere Zufriedenheit und das Leben auf später zu verschieben…
Wenn ich erst einmal dieses oder jenes habe, geschafft habe, getan habe etc. dann bin ich glücklich und zufrieden.
Mit wenn projizieren wir etwas in die Zukunft, in die Vergangenheit oder auch in äußere Umstände.    

 

Beispiele für Zukunfts-WENN sind… 

Wenn ich das neue Auto gekauft habe, dann bin ich glücklich.

Wenn ich erst einmal die Prüfung hinter mir habe, dann bin ich wieder entspannter.

Wenn ich die Reise gebucht habe, dann kann ich mich wieder freuen.   

 

Beispiele für Vergangenheits-WENN sind… 

Wenn ich doch nur wieder so unbeschwert sein könnte wie damals.

Wenn ich dieses oder jenes nicht/anders gemacht hätte, dann wäre heute alles besser.

Wenn ich damals nicht so enttäuscht worden wäre, wäre ich jetzt nicht so misstrauisch.   

 

Beispiele für Außen-WENN sind… 

Wenn die Welt nicht so „böse“ wäre, dann könnte ich glücklich leben.

Wenn er/sie nur freundlicher wäre, dann könnte auch ich freundlicher zu ihm/ihr sein.

Wenn meine Kollegin/mein Kollege nicht so grantig wäre, würde ich gerne in die Arbeit gehen.  

 

Ist das wenn eingetroffen sind wir deswegen meist auch nicht in dem Zustand, welchen wir uns von der Erfüllung des Wenns erwartet hatten.
Durch manche unserer Wenns sind wir in einer Warte- und/oder Erwartungshaltung, Ablehnung des Erlebten, im Widerstand mit unserer Vergangenheit oder in Schuldzuweisungen im Außen…dies bringt uns weg von uns selbst oder von dem Moment in dem wir sind.

Ich lade dich dazu ein zu beobachten wo und wann du das Wörtchen wenn verwendest, was dich daran hindert jetzt bereits die Zustände deiner Wenns zu leben…und wie du deine Wenns stärkend formulierst um sie im Hier und Jetzt zu leben. 

Eine ausgezeichnete Möglichkeit um unnötige und nicht mehr dienliche Wenns loszuwerden ist sich zu fragen „Was hindert mich daran jetzt bereits…“ also „Was hindert mich daran jetzt bereits glücklich und zufrieden zu sein.“ und wundere dich nicht, falls es gar nichts gibt das dich daran hindert und sollte es etwas geben so sei mutig es dahingehend zu bewegen, soweit es im Bereich ihrer Möglichkeiten liegt.  

Alles Liebe
Patrizia Schimpl 

So sitze ich hier,
träume lächelnd von dem,
was wäre wenn, . . . 

und weiß doch,
dass ich nie so wunderbar träumte,
wenn ich nicht so wäre,
wie ich eben bin.
(Franz-Joseph Huainigg)